Archäologe / Archäologin

Archäologen erforschen die Kulturgeschichte der Menschheit anhand von Funden und Überresten aus früheren Zeiten. Gegenstände, Werkzeuge, Waffen oder auch Kunstgegenstände geben ihnen Aufschluss, wie das Leben der jeweiligen Epoche war. Dazu werden Ausgrabungen durchgeführt und in minutiöser Kleinarbeit Fundstücke fotografiert, nummeriert, archiviert und zeitlich eingeordnet. Für die zeitliche Einordnung muss der Archäologe oft in Quellen forschen und mit anderen Fundstücken vergleichen. Anhand der Fundstücke erhalten wir Einblicke in das Leben und der Gewohnheiten früherer Zeiten.

Aufgaben eines Archäologen

Archäologen beschäftigen sich mit Fundstücken der Menschheitsgeschichte, anhand derer sie Rückschlüsse ziehen können über das Leben in früheren Epochen. Dazu führen sie Ausgrabungen durch, um unter der Erdoberfläche Zeugnisse aus vergangenen Zeiten aufzuspüren, ob es sich um Straßen, Mauerreste, Alltagsgegenstände etc. handelt. Wenn ein Archäologe z. B. Tonscherben findet, so kann er über diese wertvolle Erkenntnisse gewinnen, wie alt diese sind, denn Geschirr sah zu unterschiedlichen Zeiten anders aus. Um an solche Fundstücke heranzukommen, müssen die Fundstücke oft in mühevoller Kleinarbeit von umgebendem Material befreit werden, ohne dass dabei die Fundstücke beschädigt werden. Anschließend werden alle Fundstücke detailliert nummeriert, fotografiert und archiviert. Viele Fundstücke werden in Museen ausgestellt. Neben Grabungen und Vermessungen des Grabungsgeländes muss der Archäologe auch am Schreibtisch recherchieren, aus welcher Zeit die Fundstücke stammen. Darüber hinaus fertigt er Dokumentationen über die Ausgrabungen an.

Wo arbeitet ein Archäologe

Für Archäologen gib es verschiedene Tätigkeitsfelder, in denen sie arbeiten können. Die meisten arbeiten in Lehre und Forschung an Universitäten im Bereich der Archäologie oder Kunstgeschichte. Sie sind aber auch in Denkmalschutzbehörden oder Museen beschäftigt. Aber auch Verlage oder Reiseveranstalter, die Kulturreisen anbieten, beschäftigen Archäologen.

Ausbildung eines Archäologen

Archäologie kann man zum einen als eigenständiges Fach studieren, aber auch als Schwerpunkt in anderen kulturwissenschaftlichen und historischen Studiengängen. Am häufigsten ist das Bachelorstudium, an das sich das Masterstudium anschließen kann. Während des Studiums wird man wissenschaftlich ausgebildet in der Kunst und Kultur des Altertums und lernt dabei Grabungstechniken kennen, wie man Fundstücke sammelt, rekonstruiert, ordnet und Rückschlüsse auf die jeweilige Epoche ziehen kann. Bei Zweifach-Bachelorstudiengängen kommt ein zweites Fach hinzu. In der Regel gibt es in den Studiengängen Praxisphasen, teils auch Praxissemester, in denen das erworbene theoretische Wissen in der Praxis Anwendung findet. Ein Bachelorstudium dauert 6 – 8 Semester. Die Förderung kann über BAföG oder Stipendien erfolgen. Nach erfolgreich abgeschlossenem Studium kann sich ein Archäologe in verschiedenen Richtungen weiterbilden: in der Denkmalpflege, als Restaurator, eine wissenschaftliche Laufbahn an einer Universität einschlagen, publizistisch tätig werden, etc.

Verwandte Berufe:

  • Restaurator /-in
  • Denkmalpfleger /-in
  • Altertumswissenschaftler /-in
  • Museologe /-in
  • Archivar
  • Kunsthistoriker/-in