Fachinformatiker/in

Der Fachinformatiker zählt zu den beliebtesten und aussichtsreichsten Berufen. Besonders für junge Männer, aber zunehmend auch für junge Frauen, ist diese Ausbildung interessant. Dies liegt besonders an den sehr guten Aussichten, nach der Ausbildung in einen Beruf übernommen zu werden, da die Arbeit mit Computern in den nächsten Jahren und Jahrzehnten immer wichtiger werden wird. Auch die Möglichkeiten, sich im Anschluss an die Ausbildung durch ein Studium weiterzuqualifizieren, sind sehr gut.

 

Aufgaben eines Fachinformatikers

Die Aufgaben des Fachinformatikers richten sich nach seiner Spezialisierung. Es gibt die Spezialisierung auf die Fachrichtung Anwendungsentwicklung sowie die auf die Fachrichtung Systemintegration. Der Fachinformatiker mit Spezialisierung Anwendungsentwicklung untersucht bestehende IT-Systeme eines Kunden und passt sie nach dessen Wunsch neuen Anforderungen an. Er ist dabei auf die Arbeit mit der Software, also den IT-Anwendungen, spezialisiert. Ein Fachinformatiker mit Spezialisierung auf Systemintegration nimmt die Hard- und die Software eines Kunden in den Blick und vernetzt sie so, dass sich ein funktionierendes Gesamtsystem ergibt. Er ist also eher auf das gesamte IT-System konzentriert und beschäftigt sich nicht wie sein Kollege ausschließlich mit den Anwendungen (der Software). Fachinformatiker beider Fachrichtungen werden auch für Schulungsveranstaltungen mit Benutzern eingesetzt, denen sie jeweils die IT-Komponente nahebringen, die ihrer Spezialisierung entspricht.

Wo arbeitet ein Fachinformatiker

Fachinformatiker beider Fachrichtungen arbeiten insbesondere in Unternehmen der Wirtschaft, wo sie für den Bereich IT eingesetzt werden. Sie werden von solchen Unternehmen direkt angestellt, die groß genug sind, um eine eigene Abteilung für IT zu besitzen, die für die gesamte IT des Unternehmens verantwortlich ist. Dies sind in der Regel mittelständische bis große Unternehmen, die aufgrund ihrer Ausrichtung eine komplexe IT benötigen. Es gibt aber auch Fachinformatiker, die in einem IT-Unternehmen arbeiten und von dort aus zu Kunden entsandt werden, die keine eigene IT-Abteilung haben. Diese haben es mit einem besonders häufigen Wechsel von IT-Strukturen zu tun, weswegen der Beruf abwechslungsreicher, aber auch deutlich fordernder ist als der Einsatz in ein- und demselben Unternehmen.

Ausbildung zum Fachinformatiker

Bei der Ausbildung zum Fachinformatiker handelt es sich um eine duale Berufsausbildung, d. h. ein Teil der Ausbildung erfolgt im Ausbildungsbetrieb, ein Teil in der Berufsschule. Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre. Es gibt in Ausnahmefällen auch rein schulische Ausbildungen zum Fachinformatiker. Im Anschluss an die Ausbildung besteht die Möglichkeit, ein Studium im Bereich IT zu absolvieren und sich so weiterzuqualifizieren.

Verwandte Berufe:

  • Softwareentwickler/in
  • Informatiker/in
  • Informatikkaufmann/in
  • Systemelektroniker/in
  • Netzwerkadministrator/in
  • Web-Designer/in