Journalist/in

Journalisten gelten noch immer als die „vierte Gewalt“ im Staat. Denn erledigen sie ihren Job gut, tragen sie wesentlich zu einer demokratischen Meinungsbildung der Bürgerinnen und Bürger bei. Ihre Aufgabe ist es, zu recherchieren, zu analysieren, sachlich zu texten und auch zu kommentieren. Die Beiträge, die Journalisten für die unterschiedlichen Medien erarbeiten, sollen für ihre Leser, Hörer und Zuschauer eine umfassende Grundlage sein, um sich zu verschiedensten Themen gut informiert selbst eine Meinung zu bilden.

 

Aufgaben eines Journalisten

Zu den wichtigsten Aufgaben des Journalisten zählen das Recherchieren (z. B. das Führen von Interviews und Recherchegesprächen), das Trennen von relevanten und irrelevanten Informationen und das publikumsgerechte Aufbereiten der Informationen. Das bedeutet, dass der Journalist seinen Beitrag nicht nur so anfertigt, dass er für seine Zielgruppe inhaltlich relevant und aktuell ist, sondern auch so, dass der Beitrag dem üblichen Stil des jeweiligen Mediums entspricht und anhand einer angemessenen Textsorte erstellt wurde. So ist ein Beitrag für die Tagesschau anders herzustellen als etwa eine Hintergrundgeschichte zu einem Starlet für ein Teenager-Magazin.

Wo arbeitet ein Journalist

Ist der Journalist fest angestellt, arbeitet er in einer journalistischen Redaktion. Dabei kann es sich um die Redaktion einer Zeitung, eines Online-Portals, eines Radiosenders oder eines TV-Formats handeln. Da die journalistische Branche sich in einem massiven Wandel befindet, werden immer mehr neue Modelle erprobt, sodass viele Journalisten inzwischen in Misch-Redaktionen arbeiten, in denen Beiträge für verschiedene Medien entstehen. So setzt sich beispielsweise im Bereich der Zeitungen der sogenannte „Newsdesk“ immer mehr durch.

Ausbildung zum Journalisten

Beim Beruf des Journalisten handelt es sich nicht um einen geschützten Beruf. Das bedeutet: Theoretisch darf sich jeder Journalist nennen und als Journalist arbeiten. Damit einher geht die Tatsache, dass auch schlecht ausgebildete und wenig talentierte Journalisten in der Branche unterwegs sind. Für diejenigen, die das Handwerk seriös erlernen möchten, empfiehlt es sich daher, auf das Renomee der ausbildenden Institution zu achten. Der sogenannte „Königsweg“ in den Journalismus führt über die Ausbildung an einer Journalistenschule. Mittlerweile existieren auch einige Studiengänge „Journalismus“ an Universitäten. Weitverbreitet ist zudem der Ausbildungsweg des Volontariats. Dabei handelt es sich um eine praktische journalistische Ausbildung bei Zeitungen, Onlinemedien, Hörfunksendern usw.

Wie lange dauert die Ausbildung?
Ein Volontariat dauert in der Regel anderthalb bis zwei Jahre. Die Ausbildung an einer Journalistenschule erstreckt sich meist über ein oder zwei Jahre. Die Dauer eines vorgeschalteten Studiums beträgt, je nach dem angestrebten Abschluss, rund drei bis sechs Jahre.

Welche Weiterbildung gibt es?
Einige Fernstudiengänge „Journalismus“ existieren. Sie sind in der Praxis jedoch kaum bekannt und anerkannt. Das Sammeln praktischer Erfahrungen als Praktikant in realen Redaktionen empfiehlt sich daher dringender.

Verwandte Berufe:

  • Redakteur/in (Journalismus)
  • Online-Redakteur/in
  • Pressesprecher/in
  • Hörfunkjournalist/in
  • Videojournalist/-in
  • Radiomoderator/in