Konditor/in

Konditoren stellen die typischen Konditoreiprodukte wie Kuchen und Torten, Pralinen, Dauergebäck oder Speiseeis her. In ihr Aufgabengebiet fallen auch die dekorative Gestaltung und Präsentation der Produkte, der Verkauf und die fachkundige Kundenberatung. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Berufsausübung sind die Freude am kreativen Umgang mit Lebensmitteln, ein guter Geschmackssinn sowie die Bereitschaft, frühmorgens sowie an Wochenenden und Feiertagen zu arbeiten.

 

Aufgaben eines Konditors

Hauptschwerpunkt der beruflichen Tätigkeit von Konditoren ist die Herstellung von klassischen Konditoreiprodukten. Dabei handelt es sich vor allem um Torten und Kuchen, aber auch um Dauergebäck und Konfekt sowie Produkte aus Marzipan oder Eis. Konditorinnen verfügen über ein umfangreiches Wissen auf dem Gebiet der Lebensmittelkunde und kennen eine Vielzahl von Rezepten. Über die Produktion hinaus dekorieren sie ihre Produkte einfallsreich – etwa durch Garnieren oder Glasieren –, präsentieren sie ansprechend in den Verkaufstheken und sind oft auch im Verkauf beziehungsweise in der Beratung von Kunden tätig. Die gewissenhafte Einhaltung einschlägiger Hygieneanforderungen, die Reinigung von Arbeitsplatz und –geräten sowie die fachgerechte Lagerung beziehungsweise Kühlung von Rohstoffen und fertigen Produkten gehören ebenfalls zu den täglichen Aufgaben von Konditoren.

Wo arbeitet ein Konditor

Typische Einsatzfelder für ausgelernte Konditoren sind neben Konditoreien und Confiserien auch Bäckereien mit entsprechendem Sortiment sowie Hotels und Restaurants mit Patisserie. Weitere Anstellungsmöglichkeiten finden sie in der industriellen Herstellung von Back- und Süßwaren, in Cafés, in der Gastronomie, im branchenspezifischen Einzelhandel oder auch in Warenhäusern, die über eigene Konditoreiabteilungen verfügen. Darüber hinaus haben Konditoren mit Meisterprüfung die Möglichkeit der Existenzgründung mit einem eigenen Handwerksbetrieb oder Konditorei-Cafés.

Die klassischen Arbeitsorte für Konditoren sind die Backstuben der Meisterbetriebe, die Werkhallen der Süßwarenindustrie, Lager- oder Kühlstätten, Verkaufsräume oder Cafés.

Ausbildung zum Konditor

Der Beruf des Konditors/der Konditorin gehört zu den staatlich anerkannten Ausbildungsberufen. Die dreijährige Ausbildung ist bundesweit einheitlich durch die Handwerksordnung geregelt und findet nach dem Prinzip des dualen Systems in geeigneten Ausbildungsbetrieben wie Konditoreien, Bäckereien oder Confiserien sowie in der Berufsschule statt.

Nach abgeschlossener Ausbildung gibt es für Konditoren ein breit gefächertes Weiterbildungsspektrum – von der Patisserie über Verkaufsförderung bis hin zum Lebensmittelrecht. Die klassischen Aufstiegsfortbildungen sind die Meisterprüfung oder die Qualifizierung zum Techniker in der Fachrichtung Lebensmitteltechnik. Für ausgebildete Konditoren mit Hochschulreife bieten sich darüber hinaus die Studienfächer Ernährungswissenschaft, Ökotrophologie und Ernährungswissenschaft an.

Verwandte Berufe:

  • Bäcker/in
  • Koch/Köchin
  • Fachkraft für Süßwarentechnik
  • Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandel / Schwerpunkt Konditorei