Notar/in

Notar ist sicher ein sehr angesehener Beruf, den überaus viele Menschen gerne ausüben würden. Sicher ist es aber so, dass die Voraussetzungen nicht eben einfach sind, wenn man einen solchen Beruf ergreifen will. Der Notar tritt nicht gerade spektakulär in der Presse in Erscheinung. Dennoch eilt ihm der Ruf einer sehr großen Seriosität voraus. Dies liegt sicher nicht nur daran, dass er gelegentlich als neutrale Person innerhalb bestimmter Fernsehsendungen zu sehen ist. Wo liegen andere Gründe?

 

Aufgaben eines Notars

Der Notar kann ganz allgemein als Urkundsjurist bezeichnet werden. Dies bedeutet, dass er in erster Linie ganz unterschiedliche Beurkundungen vornimmt. So erstellt er zum Beispiel Urkunden, die sich mit der Eigentumsübertragung von Immobilien befassen. Jeder Käufer einer Immobilie muss zusammen mit dem Verkäufer derselben zunächst einen Notar aufsuchen. Nur so entsteht ein rechtlich wirksamer Kaufvertrag für ein Haus oder eine Eigentumswohnung. Anhand der notariellen Urkunde wird der Erwerber rechtswirksam in das Grundbuch eingetragen. Ohne diese Form ist jeder Kaufvertrag über eine Immobilie unwirksam.

Wo arbeitet ein Notar

Der Notar ist in fast allen Fällen selbständig. Er ist gleichzeitig der Vorstand seines eigenen Notariats. In dieser Aufgabe muss er Mitarbeiter beaufsichtigen, die für ihn in seinem Notariat arbeiten. Er ist auch für Schulungen und Weiterbildung seiner Mitarbeiter zuständig. Natürlich muss einem Notar daran gelegen sein, dass das jeweilige Notariat von vielen Kunden frequentiert wird. Die Gebühren eines Notars sind vom Gesetzgeber für jede Aufgabe ganz klar geregelt. Es wäre eine absolute Seltenheit, wenn ein Notar außerhalb seines eigenen Notariats arbeitet.

Dauer der Ausbildung eines Notars – Weiterbildungsmöglichkeiten

Jeder Notar muss unbedingt das 1. und 2. juristische Staatsexamen mit Erfolg abgeschlossen haben. Nur dann wird ihm eine Notarstelle innerhalb eines bestimmten Bundeslandes zugewiesen. In einigen Bundesländern sind die Notare sogenannte „Nur-Notare“. Sie beschäftigen sich dann in erster Linie mit Urkundstätigkeiten. Gerade in diesen Bundesländern ist ein juristisches Prädikatsexamen vorgeschrieben. Nur die besten Juristen können dort überhaupt Notar werden. Dies liegt daran, dass die Notartätigkeit ein sichere Einkommen verspricht, das sehr weit über dem Durchschnitt liegt. Das 2. juristische Staatsexamen kann frühestens nach 5 1/2 Jahren abgeschlossen werden. Dies ist die Mindestzeitdauer der „Ausbildung“. Ein Notar wird in der Regel berufen.

Hinsichtlich der Weiterbildungsmöglichkeiten muss gesagt werden, dass ein Notar hinichtlich der juristischen Ausbildung nahezu alles erreicht hat. Dies gilt auch für den Anwaltsnotar, der in einigen Bundesländern nicht „nur“ Notar ist. Weiterbildungsmöglichkeiten können in erster Linie so aussehen, dass der Notar sich an der juristischen Fakultät einer Universität immer auf dem laufenden hält.

Verwandte Berufe:

  • Richter/in
  • Rechtsanwalt/in
  • Rechtspfleger/in
  • Jurist/in